AHK Aktionen sind stets ein Besuchermagnet

20stes Krautschneiden wurde so wieder zu einem geselliges Treffen  

Krautschneiden 2018 001Was wäre Keltern ohne seinen Wein und die damit verbundenen Feste? Aber was wäre Keltern ohne seinen Heimatverein (AHK)? Letztere Frage lässt sich durchaus stellen angesichts der Tatsache, dass eine nur kleine Schar von etwa 20 Engagierten sich stark einbringt und mit ihrem Einsatz jährlich mehrere Tausend Besucher erfreut; sei es mit dem Heimat- und Weinbaumuseum, den Kunstausstellungen, oder wie jüngst dem Krautschneiden und demnächst wieder am 1. November mit dem Weideabtrieb. So stellte beim Krautschneiden ein Besucher auch trefflich fest „Die machen ’was“;  und tatsächlich auch beim 20sten Krautschneiden waren wohl an die 300 Besucher gekommen um Spitzkraut zum Einlegen in Steintöpfen oder zum Frischverzehr hobeln zu lassen. Abschließend oder auch einfach nur so genossen weitere Besucher die gemütliche Atmosphäre des dazugehörigen Festes. Aufgetischt wurden neuer oder auch vergorener Wein, Zwiebelkuchen und über 100 Portionen, des von den Vereinsmitgliedern selbst zubereiteten Szegediner Gulaschs.

Krautschneiden 2018 002Dazu betonte das AHK-Mitglied, der gebürtige Italiener Ettore Panella (82), der seit 56 Jahren in Ellmendingen lebt, dass die Zwiebeln dafür von ihm mit Liebe geschnitten wurden, denn er habe sogar weinen müssen dabei. Heiter wurde auch die Frage gestellt ob man neben der Weinkönigin noch einen Krautkönig wählen sollte. Ernsthafter wurde es bei Christoph Augenstein der vor 20 Jahren das Krautschneiden ins Leben gerufen hatte. Er stellte fest, dass sich diese Traditionsveranstaltung heute nicht mehr wegdenken ließe und auch Besucher aus dem weiteren Umkreis anlocken würde. Insbesondere bedankte er sich bei Ulrich Servay aus  Perouse-Rutesheim, der als einer der letzten Gemüseanbauer und mobilen Krautschneider immer gerne nach Ellmendingen kommen würde. Innerhalb von vier Stunden wurden am Samstag rund drei Tonnen Kraut, das in diesem Jahr wegen des fehlenden Wasser etwas kleiner gewachsen war, geschnitten. Dabei hatte sich gleich zu Beginn der Aktion eine lange Schlange Sauerkrautliebhaber vor dem Krauthobel gebildet. Überschlägig gerechnet wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 50 Tonnen Spitzkraut gehobelt, was mehr als einer Lkw-Ladung entspricht. Doch nicht die Menge sei entscheidend, das entscheidende wäre, dass das Krautschneiden gerne angenommen wird und die Besucher und Gäste ihre Freude daran haben, attestierte abschließend Christoph Augenstein. In diesem Sinne freut er sich schon auf die kommende Aktion des AHK, den Weideabtrieb mit den Hinterwälder Rindern am 1. November ab 13 Uhr in Dietlingen.Dazu hat der AHK extra schon eine Postkarte mit ansprechendem Motiv gestaltet.Krautschneiden 2018 003